Hier blühen Sie auf

Hortensien für Zimmer, Balkon und Garten

Liebe Privatkunden,

herzlich Willkommen in unserem virtuellen Gewächshaus im Namen unseres gesamten Mitarbeiterteams und der Inhaberfamilie Pellens. Wir freuen uns, Sie hier begrüßen zu können und Ihnen die schönste Blütenpflanze der Welt vorstellen zu dürfen – das jedenfalls ist die Hortensie für uns.

Wenn Sie Hortensien einkaufen möchten, haben Sie dazu bei uns in Geldern in unserem Hofverkauf während der Frühjahrsmonate die Gelegenheit. Derzeit ist der Hofverkauf saisonbedingt geschlossen. Wir öffnen wieder voraussichtlich im April 2025. Einen Online-Shop oder Versand können wir Ihnen leider nicht anbieten, das lässt sich personell für uns nicht umsetzen.

Unten auf dieser Seite finden Sie unsere Pflegetipps, damit Sie Ihre Hortensien zuhause optimal versorgen können. Weitere ausführliche Pflegeanleitungen sowie Dekoideen passend zur Jahreszeit veröffentlichen wir wöchentlich in unserem Blog unter www.hortensien.eu. Einblicke in unsere Produktionsweise sowie unsere Anstrengungen für hohe Nachhaltigkeit erhalten Sie zusätzlich über unsere Social-Media-Kanäle auf Facebook und Instagram.

Hortensien begeistern uns durch ihre große Farbenfülle bis in den Herbst hinein, durch ihre großen Blüten und die vielfältigen Möglichkeiten für herrliche Dekorationen, ob frisch geschnitten oder getrocknet. Wir hoffen, auch Sie blühen dabei auf.

Es grüßen Sie herzlich Vivian und Andreas Pellens

Laden-Impressionen

Hofverkauf derzeit geschlossen

Einkaufen können Sie bei uns während der Hortensiensaison direkt vor Ort in unserem Ab-Hof-Verkauf. Derzeit ist der Hofverkauf geschlossen.

Noch ein Tipp für den Einkauf bei uns: Da wir mit einer Vertrauenskasse arbeiten und kein Verkaufspersonal vor Ort ist, denken Sie bitte an ausreichend Kleingeld. Eine persönliche Beratung ist leider nicht vor Ort möglich, wir haben aber stets aktuelle Pflegetipps im Shop ausgehängt und weitere finden Sie auf dieser Webseite und auf dem Hortensia-Blog unter www.hortensien.eu.

„Faszination Hortensien“

Ein Buch speziell über die Gestaltung mit Hortensien, geschrieben von Vivian Pellens mit dem Fachwissen unserer Hortensiengärtnerei. Lernen Sie verschiedene Gartenstile kennen, die Sie mit Hortensien umsetzen können. Vom Naturgarten über romatischen Vintage und asiatische Strenge bis zum New German Style. Außerdem werden Ihnen die jeweils zum Gestaltungsstil passenden Hortensiensorten vorgestellt. Darunter ausschließlich Sorten und Neuzüchtungen, die überall erhältlich, pflegeleicht und vielseitig einsetzbar sind. Mit Beispielen für kleine wie große Gärten, Balkon, Terrasse und Indoor.

112 Seiten, ca. 120 Farbfotos, Broschur

Die Autorin ist Vivian Pellens, Journalistin und PR-Managerin, und als Ehefrau des Inhabers selbstverständlich auch im Unternehmen Pellens Hortensien aktiv. Unter anderem schreibt sie den Hortensia-Blog mit Pflegetipps rund um die Hortensie unter www.hortensien.eu.

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Wir wünschen Ihnen eine gute Gartenzeit.

Ihr Pellens-Team

Pellens Hortensien
St.-Adelheid-Weg 9
47608 Geldern

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Stimmungsvolles Bild mit Hortensien-Blatt und Gegenlicht, Teaserbild für Pflege

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Stimmungsvolles Bild mit Hortensien-Blatt und Gegenlicht, Teaserbild für Pflege

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Tipps

Es gibt Hortensien für verschiedene Standorte. Sowohl schattige wie auch sonnige Lagen können mit Hortensien bepflanzt werden, man muss nur die richtigen Arten und Sorten auswählen. Hortensien bevorzugen zudem einen frisch-humosen, aber dennoch durchlässigen Boden. Denn sie benötigen viel Wasser, da sie über die großen Blüten und Blätter eine hohe Verdunstung haben; Staunässe aber wiederum ist tödlich, denn dann faulen die Wurzeln sehr schnell.

Generell lassen sich Hortensien in zwei Gruppen einteilen, die verschiedene Bedürfnisse haben. Das liegt (auch) an ihrer jeweiligen Herkunft. Es gibt die asiatischen Arten, die sich in ihrer Heimat an feuchtere, halbschattige Gehölzrandlagen angepasst haben und entsprechend Halbschatten und humose Böden bevorzugen.

Und es gibt die amerikanischen Arten, die ebenfalls im Halbschatten sehr gut gedeihen, sich aber auch mit sonnigeren Lagen und etwas sandigeren Böden angefreundet haben. Das heißt nun nicht, dass die asiatischen Sorten niemals in der Sonne zu finden sind. Sie können sich auch an mehr Sonne gewöhnen – sofern sie denn nicht noch weiteren Stressfaktoren ausgesetzt sind. Auf den Azoren zum Beispiel und in Südfrankreich findet man häufig asiatische Hortensienarten in der prallen Sonne. Aber dort bekommen sie dann häufig eine kühlende Brise vom Meer und die Wintertemperaturen sind moderat. Es müssen eben unter dem Strich genug „Wohlfühlfaktoren“ zusammenkommen, damit eine Hortensie an einem Standort gut zurechtkommt.

Wie und wann man Hortensien pflanzt, hängt davon ab, um welche Hortensie es geht. Ist es eine gerade frisch vom Gärtner blühend gekaufte Hortensie? Pflanze ich eine Hortensie von einem Gartenbeet ins andere um? Oder soll eine ältere Topfhortensie in einen größeren Topf oder ins Beet gesetzt werden? Je nachdem gibt es unterschiedliche „beste Pflanzzeiten“.

Wann wird gepflanzt?

Fall eins: Ich habe eine blühende Hortensie gerade frisch beim Gärtner gekauft. Diese dürfen erst, wenn Die Temperaturen nicht mehr unter 5 Grad Celsius fallen, dauerhaft nach draußen gepflanzt werden. Das ist in der Regel ab Mitte Mai gesichert, nach den berühmten Eisheiligen. Man kann die Hortensien aber auch später, quasi den ganzen Sommer hindurch nach draußen pflanzen, in Kübel oder ins Beet. Spätestens im August sollte man allerdings die Pflanze dauerhaft draußen lassen, damit sie sich auf den Winter vorbereiten kann.

Fall zwei: Eine ältere, bereits länger draußen stehende Topfhortensie soll ins Beet oder in einen größeren Topf umgepflanzt werden. Solche Hortensien können quasi das ganze Jahr über umgesetzt werden, sofern es frostfrei ist. Denn sie sind ja schon an draußen gewöhnt und ihr Wurzelballen wird beim Umpflanzen auch nicht beschädigt. So kann die Pflanze sich weiterhin gut mit Nährstoffen und Wasser versorgen und zudem neue Wurzeln bilden. Wohl gibt es zwei optimalste Zeitpunkte für das Umpflanzen: Diese liegen im Frühjahr und im Spätsommer. Also außerhalb der anstrengendsten Zeiten.

Fall drei: Eine Hortensie soll von einem Gartenbeet in ein anderes oder von dort in einen Topf umziehen. In diesem Fall wird beim Ausgraben der Hortensie unweigerlich ein Teil des Wurzelballens geschädigt, Feinwurzeln werden abreißen. Daher sollte diese Arbeit außerhalb der stressigen Blütezeit oder dem anstrengenden Winter passieren, am besten im zeitigen Frühjahr oder im Spätsommer bis Frühherbst. Dann kann die Hortensie ihre Kraft nutzen, neue Wurzeln zu bilden.

Erst Tauchen, dann Pflanzen

Frisch gesetzte Pflanzen können Nährstoffe und Wasser zunächst nur aus ihrem „alten“ Erdballen ziehen – logisch, nur dort sind Wurzeln. Um sicher zu sein, dass die Pflanze von Beginn an genug Wasser bekommt, sollte man diesen Wurzelballen vor dem Pflanzen für  – je nach Größe – etwa eine Stunde in einen Eimer Wasser stellen. So saugt er sich nochmal durchdringend voll. Ist er nämlich recht trocken, kann es leicht passieren, dass das Angießen nach dem Pflanzen erstmal gar nichts bringt: weil das Wasser dann nur nach außen wegfließt, aber nicht in den Wurzelballen eindringt. Wasser geht lieber zu Wasser, sozusagen.

Pflanzloch und Erde

Das Pflanzloch im Beet sollte etwa doppelt so breit und tief ausgehoben werden, wie der Wurzelballen der Hortensie ist. So ist die Erde rundum gut gelockert, Wurzeln finden leichter ihren Weg und überschüssiges Wasser kann wegsickern. Dieses Pflanzloch füllt man am besten mit Hortensien- oder Rhododendronerde auf bzw. mischt die Gartenerde mit solcher Erde. So hat die Erde den passenden, nämlich niedrigen pH-Wert, und die passenden Nährstoffe für ein gutes Einwurzeln. Gerne kann man die Hortensie auch in eine kleine Mulde pflanzen, so dass beim Gießen das Wasser nicht nach außen wegläuft. Und sollte doch mit der Zeit Erde nachrutschen und die Hortensie dann etwas „unter der Erde“ stehen, macht ihr das gar nichts.

Korrektes Wässern besonders wichtig

In den ersten Wochen nach dem Pflanzen ist das richtige Wässern der Hortensie besonders wichtig. Jetzt bildet die Hortensie erst nach und nach neue Wurzeln, die auch in das umgebende Erdreich führen. In den ersten Wochen muss man aufpassen, dass wirklich der kleine Erdballen in der Mitte ausreichend nass wird. Daher: Am besten mit einem Schlauch oder der Gießkanne direkt in die Pflanzenmitte unterhalb der Blätter gießen. Und außerdem lieber einmal am Tag ganz viel Wasser geben, damit es wirklich tief eindringt, statt mehrfach wenig. Die Hortensie merkt, ob in den tieferen Schichten Feuchtigkeit vorhanden ist. Ist es dort dauerhaft eher trocken, wird sie dorthin weniger Wurzeln bilden, ihr Wurzelwerk statt dessen oberflächlich seitlich ausweiten – und dann immer von frischen Wassergaben von oben abhängig sein. Das ist dann besonders in regenärmeren Sommerzeiten ungünstig.

„Sie wächst ja nicht!“

Zuletzt noch ein Tipp: Es ist normal, dass die Hortensie in den ersten Wochen am neuen Standort nicht „wie der Blitz“ wächst. Zunächst nutzt sie ihre Energie nämlich für die Bildung neuer Wurzeln, die sie ja für die Nährstoffversorgung benötigt. Nach einiger Zeit wächst sie dann auch oben schneller. Stellen Sie sich vor, Sie ziehen um. Vermutlich schließen Sie auch zunächst den Kühlschrank an und gehen Einkaufen, bevor Sie den Garten hübsch machen, oder?

Was für den Menschen das Brot, sind für die Pflanze Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium. Sie kommen natürlich im Boden vor, jedoch nicht immer in der Menge, wie die Pflanze sie benötigt. Also düngt der Gärtner entsprechend, abgestimmt auf die Bodenzusammensetzung – und vor allem auch den Bedarf der Pflanze. Denn wie beim Menschen ist ein „zu viel“ auch für die Pflanze ungesund.

Ab Sommer weniger Stickstoff

Im Spätsommer ändern Hortensien ihre Lebensweise. Stand bisher Wachstum und Blüte im Vordergrund, geht es nun um die Vorbereitung auf den Winter. Dafür benötigt die Pflanze auch andere Nährstoffe. Deshalb muss ab Mitte August die Zusammensetzung des Düngers verändert werden.

Im Spätsommer ist vor allem ein „zu viel“ an Stickstoff ungesund für Hortensien. Stickstoff (Chemisches Zeichen: N) brauchen Hortensien für ihr Wachstum, denn daraus wird Eiweiß aufgebaut. Ab Ende Juli muss die Pflanze jedoch die Knospen für das nächste Jahr anlegen und die Zellwände der frisch gewachsenen Stengel verdicken und härten, so dass sie Frostresistent werden. Ein zu hoher Stickstoffgehalt des Bodens verhindert dies jedoch.

Phosphor (P – im Dünger meist als P2O5 enthalten) und Kalium (K – in Dünger meist als K2O enthalten) hingegen unterstützen die Reife und Frostresistenz.

Angegeben werden Düngemittel immer in Verhältniswerten. Als Richtwerte kann man sich für Hortensien Folgendes merken: In der Wachstumsphase (Frühjahr bis Sommer) sollte man Dünger mit einem Verhältnis Stickstoff zu Kalium von etwa 4:5 nutzen. Zum Spätsommer dann Dünger mit einem Verhältnis von etwa 1:7.

Wann kann ich schneiden?
Grundsätzlich werden Hortensien im Frühjahr bei frostfreiem Wetter geschnitten. Zu welchem Zeitpunkt im Frühjahr genau, hängt von der Hortensienart ab. Und vom örtlichen Wetterverlauf, der sich ja von Jahr zu Jahr verschieben kann. Die Arten von Schnitt-Typ 2 (siehe unten), die an den neuen Trieben blühen, können je nach Witterung bereits Ende Februar/Anfang März geschnitten werden. Bei denen aus Schnitt-Typ 1, die am alten Holz blühen, sollte man hingegen mit dem Schneiden so lange zu warten, bis auch die Spätfröste wirklich überstanden sind. Und das ist, so sehr es Hortensienfreunden zumeist im Frühjahr auch in den Scheren juckt, erst nach den Eisheiligen Mitte Mai sicher der Fall. Hortensien insgesamt sind zwar von Natur aus sehr kälteresistent, aber die neu austreibenden Knospen sind frostempfindlich. Gerade die späten Fröste Ende April/Anfang Mai können ihnen daher gefährlich werden. An frisch gekappten Zweigen kann Frost zudem in die Schnittstelle eindringen und Schaden anrichten. Daher ist unbedingt Geduld gefragt.

Wie schneide ich Hortensien?
Wie tief ich Hortensien zurückschneiden muss und kann, hängt zu allererst von der Art ab. Grundsätzlich gibt es vier Schnitt-Typen, in die sich Hortensien einteilen lassen.

Schnitt-Typ 1
Bei Hortensien der Arten „Hydrangea macrophylla“ (auch Bauernhortensien genannt) und „Hydrangea aspera“ (Raublatt-Hortensie) werden in der Regel nur die alten, vertrockneten Vorjahresblühten direkt oberhalb der neuen Knospen abgeschnitten. Denn diese Hortensienarten blühen am „alten“ Holz. Die Sträucher legen bereits im Herbst ihre Knospen für das nächste Jahr an. Schneidet man diese Hortensien nun im Frühjahr stärker zurück, schneidet man die Blütenknospen mit ab. Also werden sie in diesem Jahr nicht mehr blühen.

Der Pflanze selber macht auch ein tieferer Rückschnitt allerdings nichts aus. Wird eine macrophylla zu groß, kann man sie daher ruhig weiter zurückschneiden. Aber das am besten Anfang Juli, dann legt die Pflanze eventuell noch neue Blütenknospen für das nächste Jahr an.
Durchaus gut tut älteren, dicht gewachsenen Hortensien hingegen hin und wieder ein „Verjüngungsschnitt“. Dabei wird rund ein Drittel der Zweige knapp über dem Boden abgeschnitten, am besten die dicksten und ältesten. Die Pflanze wird so zur Bildung neuer Triebe angeregt, die dann auch wieder mehr Blüten bilden.

TIPP: Wer die großblumigen Bauernhortensien liebt, sich wegen des Schneidens aber unsicher ist, sollte sich eine so genannte remontierende Sorte zulegen. Diese besonderen Hortensien bilden am alten und am neuen Holz Blütenknospen – ihnen können auch späte Fröste oder ein tiefer Rückschnitt daher nichts anhaben.

Schnitt-Typ 2
Komplett bis knapp über den Boden zurückgeschnitten werden können die Hortensien der Arten „Hydrangea paniculata“ (Rispenhortensie) und „Hydrangea arborescens“ (Schneeball-Hortensie). Und zwar so, dass am besten zwei, mindestens jedoch ein Knospenansatz pro Trieb bestehen bleibt. Denn diese Hortensienarten legen erst im Frühjahr ihre Blütenknospen an den Trieben an, die jetzt neu wachsen. Der komplette Rückschnitt ist nicht jedes Jahr nötig, wenn der Busch größer werden soll. Er regt jedoch die Blütenbildung an. Und werden die Triebe nach ein paar Jahren zu lang, können sie umfallen – spätestens dann sollte man kräftig einkürzen.

TIPP: Ausnahmen sind die Rispen-Hortensien-Sorten „Praecox“ und „Dharuma“ – sie blühen ebenfalls am alten Holz und werden nach Schnitt-Typ 1 behandelt.

Schnitt-Typ 3
Die beiden Hortensien-Arten „Hydrangea sargentiana“ (Samt-Hortensie) und „Hydrangea petiolaris“ (Kletter-Hortensie) brauchen gar keinen Rückschnitt. Sie können aber sowohl eingekürzt als auch durch das Herausnehmen einzelner Triebe ausgelichtet werden.

Schnitt-Typ 4
Es gibt auch eine Hortensie, die möglichst gar nicht geschnitten werden sollte: „Hydrangea quercifolia“ (Eichblatt-Hortensie). Sie wächst sonst oft nur sehr unschön weiter. Daher sollten auch hier im späteren Frühjahr lediglich vertrocknete oder erfrorene Pflanzenteile und die Vorjahresblüten herausgenommen werden.

Eine faszinierende Eigenschaft von farbigen Bauernhortensien ist es, dass sie ihre Farbe ändern können. Rosafarbene können blau werden, rote können in Dunkel-Lila umschlagen. Und auch jeweils andersrum: aus Blau wird Rosa, aus Dunkel-Lila wird Rot. Nur weiße Bauernhortensien verfärben sich auf diese Weise nicht.

Hortensien brauchen Zweierlei, um blau bzw. lila zu bleiben oder zu werden: genug Aluminiumsulfat im Boden und einen sehr niedrigen pH-Wert des Bodens, um das Aluminium auch aufnehmen zu können. Nimmt die Pflanze genug Aluminiumsulfat auf und trifft dieses in den Blütenblättern auf den dort natürlich vorhandenen Farbstoff Delphinidin, verändert sich dieser Farbstoff und erscheint nun blauer. Andersherum schlagen gebläute Hortensien in rosa oder rot zurück, wenn sich der Aluminium-Vorrat im Boden verringert oder der pH-Wert steigt, so dass weniger Aluminium aufgenommen werden kann.

Schauen wir uns nun die beteiligten des Bläuens genauer an:

1. Der pH-Wert
Wie gesagt, Hortensien mögen „sauren“ Boden, besonders zum Bläuen. Wie sauer ein Boden ist, wird durch den pH-Wert ausgedrückt. Je niedriger die angegebene Zahl, je saurer ist der Gartenboden oder die Blumenerde.

Hortensien mögen ganz unabhängig vom Bläuen einen pH-Wert zwischen 4 und 6. Sie haben damit im Konkurrenzkampf der Arten einen Überlebensvorteil gegenüber anderen Pflanzen entwickelt, weil viele Pflanzen solchen Säuregehalt nicht so gut vertragen. In der Folge brauchen sie aber nun auch diesen Boden, um ihre benötigten Nährstoffe aufnehmen zu können. Ist die Erde nicht sauer genug oder zu sauer, hungern sie, wachsen dann schlecht oder gehen gar ein. Aluminium wird bei einem pH-Wert des Bodens von 4-5 am besten aufgenommen, wer also seine Hortensien bläuen möchte, sollte diesen erreichen.

Mit Messstäbchen, die es in Gartencentern und Baumärkten gibt, lässt sich der pH-Wert des eigenen Gartenbodens leicht feststellen. Und mit Rasenschnitt oder Kaffeesatz lässt er sich natürlich und nachhaltig vorsichtig säuern. Mit Torf geht es ebenfalls. Von Essig als Hilfsmittel, wie manchmal empfohlen, ist hier eher abzuraten. Das säuert den Boden zu heftig sowie nur kurzfristig. Und schadet im Zweifel lediglich den Bodenlebewesen und den Wurzeln der Hortensien.

Spezielle Hortensien- und Rhododendronerde ist ebenfalls sauer und ist daher für Kübelhortensien oder auch großzügig im Pflanzloch zugegeben durchaus sinnvoll.

2. Blaudünger oder Hortensienblau
Stimmt der pH-Wert, muss nun noch Aluminiumsulfat hinzukommen. In manchen Böden ist es bereits natürlich vorhanden, dann muss man nichts weiter tun. Ist das nicht der Fall, kann man es zugeben. Dafür gibt es im Fachhandel so genanntes „Hortensienblau“ wie auch „Hortensienblau-Dünger“. Diese zwei Mittel sollte man klar unterscheiden: Hortensienblau ist allein für die Blaufärbung gedacht. Im Hortensienblau-Dünger sind hingegen auch Nährstoffe für die Pflanze enthalten, daher der Zusatz „Dünger“ im Namen. Empfehlen würden wir, reines Hortensienblau zu nehmen. Blaufärben und Düngen sind nunmal zwei verschiedene Dinge. Nicht immer, wenn man bläuen möchte, ist auch düngen nötig. In einer Mischung wird die Dosierung nie optimal. Ich sage immer: Sie dosieren beim Kochen ja auch Pfeffer und Salz getrennt und bewahren es nicht vermischt in einer Dose zusammen auf.

Halten Sie sich bei der Dosierung des Hortensienblaus am besten zunächst an die Packungsanweisung und erarbeiten Sie sich nach und nach eine eigene Menge, wie sie zu Ihrem Boden, der Pflanzengröße und der gewünschten Pflanzenfarbe passt.

Zur Ergänzung: Ebenfalls sind Hortensienblau und Blau-Dünger bitte nicht zu verwechseln mit Blaukorn. Blaukorn ist ein reiner Dünger. Das Attribut „Blau“ bezeichnet hier lediglich die Farbe der Düngerkügelchen, nicht etwa ein Färbewirkung.

3.  Alaun
Zum Bläuen von Hortensien wird oft auch Alaun empfohlen. Auch dieses kann man gut verwenden. Doch Vorsicht: Inzwischen wird der Begriff „Alaun“ für verschiedene chemische Verbindungen benutzt. Gemeint ist in diesem Fall Kaliumaluminiumalaun, auch Kalialaun oder Aluminiumalaun genannt. Es ist ein Doppelsalz bestehend aus Aluminium und Kalium und in Apotheken und zum Teil auch im Gartenfachhandel erhältlich. Um Hortensien mit Alaun blau zu färben, wird es entweder in Wasser gelöst und dann gegossen, oder man streut es um die Pflanze herum und harkt es etwas ein.

Wer Alaun in der Apotheke kauft, bekommt keine Dosierungsanleitung mit, daher muss man hier vorsichtig vorgehen. Eine Faustregel wäre:

Wann bläue ich meine Hortensien?

Der optimale Zeitpunkt zum Färben ist das Frühjahr, wenn die Pflanze mit dem Austrieb beginnt. Dann lagert die Hortensie das Aluminiumsulfat in der Blüte ein, so dass der Farbumschlag passieren kann. Wer ein tiefes blau möchte, kann im Herbst nochmals nachgießen, also wenn die Hortensie die neuen Knospen für das Folgejahr anlegt. Diese zwei Gaben reichen völlig. Sind die Blüten einmal „fertig“ von der Pflanze angelegt, färben sie sich nur noch schwer um. Das ist in der Regel der Fall, wenn die Blütendolden eine Größe von 2 bis 3 Zentimetern erreicht haben.

Ist Aluminiumsulfat schädlich?

Es ist nicht wegzudiskutieren, dass Aluminiumsulfat aus zweierlei Gründen auch negative Auswirkungen haben kann. Daher sollte man immer nur so viel geben, wie wirklich benötigt wird.

Zum einen ist es ein Salz. Gibt man davon zu viel, versalzt der Boden und das verbrennt die Wurzeln der Pflanzen, so dass sie womöglich sogar eingehen. Mit Regen oder Gießwasser wird das Sulfat allerdings nach und nach auch wieder ausgelöst und zu völlig unschädlichen Mengen verdünnt.

Zum zweiten wirkt Aluminium in entsprechend hoher Dosierung bei Mensch und Tier als Nervengift. Man sollte also aufpassen, dass kein Tier an das Hortensienblau oder Alaun herankommt, zum Beispiel indem man es in den Boden einharkt. Beim Umgang sind Handschuhe nicht verkehrt. Verantwortungsvoll genutzt, darf man unserers Erachtens seine Hortensien aber durchaus bläuen. Die Menge macht es, wie bei eigentlich allen Dingen im Leben.

Wie bringt man Hortensien im Beet oder im Kübel am besten durch den Winter? Wir können Entwarnung geben: Hortensien sind sehr kälteresistent und das Überwintern keine Zauberei.

1. Hortensien im Beet

Sind Hortensien – gleich welcher Art – bereits gut im Beet eingewachsen, brauchen sie in Mitteleuropa den Winter über in der Regel gar keine Pflege und auch keinen Winterschutz. Hortensien vertragen Frost bis etwa -10 Grad Celsius grundsätzlich problemlos, viele Sorten schaffen sogar -20 Grad. Nur einige wenige ausgefallenere Sorten sind empfindlicher (siehe unter Punkt 3). Und bei länger anhaltenden Minusgraden ohne schützende Schneedecke oder an windreichen Standorten kann ein Winterschutz im Beet Sinn machen, um das Erfrieren einzelner Partien der Pflanze zu verhindern.

Die größte Gefahr für Hortensien im Winter ist jedoch nicht der Frost an sich, wie viele meinen, sondern aus dem Frost resultierender Wassermangel. Hortensien verdunsten auch im blattlosen Zustand im Winter noch Wasser. Und müssen zum Überleben neues Wasser über die Wurzeln aufnehmen. Friert der Boden im Wurzelbereich der Gehölze nun dauerhaft durch, kann kein Wasser aufgenommen werden – die Hortensie verdurstet. Ältere Pflanzen, deren Wurzeln bereits tief in den Boden reichen, sind dagegen gut geschützt. Jüngere, noch kleinere Pflanzen können in Regionen, in denen der Boden im Winter über längere Zeit wurzeltief durchfriert, zumindest im ersten Jahr eine wärmende Laubschicht am Boden gebrauchen.

Wenn wir sagen, Hortensien sind frostfest, dann sprechen wir allerdings vom Überleben der ganzen Pflanze. Öffnen sich im Frühjahr langsam die Blütenknospen der Bauernhortensien (Artname: Hydrangea macrophylla), die bereits im Herbst angelegt werden, können diese bei erneuten späten Frosteinbrüchen (je nach Region etwa ab Februar) leicht erfrieren. Unser Tipp: Den Wetterbericht im Auge behalten und bei Frostgefahr die Hortensien kurzzeitig mit Pflanzenvlies abdecken (zum Beispiel über Nacht).

2. Hortensien im Kübel – reinholen oder nicht?
Für Hortensien im Kübel gilt im Prinzip genau das gleiche, was für Hortensien im Beet gilt: Die Gehölze sind gut frostfest und können im Winter draußen bleiben. Im Topf gilt all das, was oben im Abschnitt „Hortensien im Beet“ beschrieben wurde.

Allerdings ist die Gefahr, dass die Erde im Topf komplett durchfriert, natürlich größer, als im Gartenboden. Von daher müssen Topfhortensien stärker vor dem „Verdursten durch Frost“ geschützt werden. Je kleiner der Topf, je größer die Gefahr. Rücken Sie Topfhortensien daher, sobald sich Frost ankündigt, am besten an einen wind- und sonnengeschützen Standort, zum Beispiel an einer Hauswand. Mit Blättern oder Jute lässt sich zudem ein wärmendes Polster um die Töpfe schaffen (siehe unten, Punkt 4).

Prüfen Sie schließlich regelmäßig, ob die Erde feucht genug ist und gießen Sie an frostfreien Tagen bei Bedarf. Dabei Staunässe unbedingt verhindern, sonst faulen die Wurzeln. Hilfreich sind Tonfüße, die unter die Töpfe geklemmt werden, so dass überschüssiges Wasser durch das Abzugsloch ungehindert abfließen kann.

… aber sie dürfen auch rein
Wer in sehr frostigen Regionen wohnt und/oder lieber auf Nummer sicher geht, KANN seine Topf-Hortensien jedoch auch „drinnen“ überwintern. Im Haus, in der Garage, im Keller… Sie sollten dann aber nicht zu warm stehen, denn Hortensien brauchen „Winterkälte“, um zum Beispiel ihre Blütenansätze voll auszubilden und um das Wachstum im Frühjahr anzuregen. Temperaturen zwischen +10 und +2 Grad sind hier optimal. Licht hingegen brauchen sie nicht in der Winterruhe. Und Wasser – siehe oben.

3. Welche Sorten sind frostsicher?
Bauernhortensien (H. macrophylla), Rispenhortensien (H. paniculata), Schneeballhortensien (H. arborescens) – sie alle sind grundsätzlich gut winterhart. Von ihnen gibt es nur einige wenige, eher seltene Sorten, die empfindlicher sind. Diese Liebhabersorten werden von seriösen Anbietern nur mit Sortenetikett verkauft, auf denen dann vermerkt ist, dass sie Winterschutz benötigen. Hortensien, die zum Beispiel bei Discountern oder Baumärkten ohne Sortennamen verkauft werden, sind mit 99-prozentiger Sicherheit weit verbreitete, winterfeste Standardsorten.

Empfindlicher sind zudem die Eichblatthortensien (H. quercifolia), die generell einen geschützteren Standort wollen. Auch panaschierte Sorten (das heißt mit zweifarbigen Blättern) sind meist etwas anfälliger gegenüber Kälte.

4. Richtig abgedeckt
Hier noch ein paar Ideen für verschiedene Formen von Winterschutz:

Reisig, also Zweige von immergrünen Pflanzen wie Tannen, Ilex oder Buchs, können über die gesamte Pflanze gelegt und ineinander verkeilt werden. Aber darauf achten, dass noch genug Regenwasser durchkommt.

Pflanzenvlies ist als kurzfristige Abdeckung der gesamten Pflanze zum Beispiel gegen Spätfröste geeignet. Eine langfristig gute Lösung ist es jedoch nicht, denn es lässt einerseits nicht so viel Regenwasser durch, andererseits kann sich unter der Abdeckung insbesondere im Beet auch Nässe sammeln – was Hortensien beides nicht mögen.

Aus Draht, Holzbrettern oder ähnlichem lässt sich im Beet wie auch um Kübelgruppen eine Art Korb bauen. Diese dann mit Blättern locker füllen – ein ideales, umweltfreundliches Wärmebett, das auch Regenwasser gut durch lässt.

Jute, Vlies oder Noppenfolie sind Materialien, um einzelne Kübel einzuwickeln und vor Frost zu schützen. Noppenfolie wärmt am besten und kann mit einer zusätzlichen Jute- oder Vliesschicht auch gut aussehen. Den „Kübelmantel“ gut mit Bändern festzurren, damit auch Winterstürme ihn nicht wegwehen. Mit farbigen Bändern oder selbst gemachten Stempelmotiven verschönert, wird dieser Winterschutz zum echten Dekotipp! Aber bitte nur die Außenwände der Töpfe umwickeln, der Erdbereich oben und das Abzugsloch unten müssen für Luftzufuhr und Bewässerung offen bleiben.

Styroporstücke, auf die Topfhortensien gestellt werden, schützen vor Kälte von unten. Aber auf den Wasserablauf achten: Topffüßchen oder Steine als Abstandshalter nutzen. Oder ein passendes Loch in das Styropor schneiden, wenn darunter wasserdurchlässiger Boden liegt (z.B. Erde oder Kies).

Der beste Schutz vor Krankheiten und Schädlingen bei Hortensien sind zunächst einmal ein optimaler Standort sowie genug Wasser und Nährstoffe. Gut gepflegte Hortensien sind sehr wenig anfällig und können leichteren Befall dann recht problemlos ertragen. Dennoch gibt es natürlich etwas kritischere Momente, zum Beispiel bei der Überwinterung oder bei Zimmerhortensien.

Dickmaulrüssler

Fraßspuren des Dickmaulrüsslers an einer Kletterhortensie
Fraßspuren des Dickmaulrüsslers an einer Kletterhortensie
Dickmaulrüssler Nahaufnahme

Einer der häufigsten Schädlinge an Hortensien (und auch an einigen anderen Gartenpflanzen) ist in unseren Breiten der Dickmaulrüssler. Er ist erkennbar an auffälligen Fraßspuren am Rand von Knospen, Blättern und Blüten, dem so genannten Buchtenfraß. Sind hingegen mitten im Blatt Löcher, dann sind Schnecken oder Raupen die Täter.

Viel unangenehmer als die Löcher, die die Pflanze kaum stören, sind jedoch die nicht sofort sichtbaren Schäden: Die Larven des Käfers leben im Boden und fressen die Wurzeln kaputt. Das kann bei großem Befall bis zum Absterben der Pflanze gehen.

Wunderbar helfen gegen die Larven Fadenwürmer (Nematoden), die man im Fachhandel kaufen und ins Gießwasser gegeben ausbringen kann. Dies sollte im zeitigen Frühjahr und im August geschehen. Den etwa 12 mm großen Käfer selbst sieht man kaum an den Hortensien, denn er ist dämmerungsaktiv und versteckt sich tagsüber sehr erfolgreich. Wer ihn findet, kann ihn am besten absammeln.

Hortensien-Wollschildläuse

Wollschildläuse

Es gibt verschiedene Unterarten der Wollschildläuse, doch alle gemeinsam haben sie, dass sich die Larven in einem watteartigen, weißen Gespinst verstecken. Diese Wollbüschel sitzen oft an der Blattunterseite, aber auch an den Stängeln der Pflanzen. Die ausgewachsenen Läuse sitzen später flach auf Stängeln und Blattunterseiten und sind mit einem festen Schild gepanzert, das sie leider sehr unempfindlich gegenüber klassischen Hausmittel macht. Dabei sind die saugenden Insekten recht gefährlich, denn sie breiten sich schnell aus, führen zu Blattverlust und sogar bis zum Absterben der befallenen Pflanze. Man sollte daher so früh wie möglich einschreiten.

Die wolligen Larvensäckchen kann man mit einem kräftigen Wasserstrahl abspritzen. Entdeckt man ausgewachsene Schildläuse, kann man die winterlichen, kahlen Triebe vor dem Laubaustrieb kräftig abbürsten oder die Läuse vorsichtig abkratzen. Dicht besiedelte Stellen sollte man besser abschneiden. Mit rapsölhaltigen Spritzmitteln kann man die unerwünschten Bewohner an Stängeln einsprühen, so dass sie verkleben – aber vorsicht, nicht die Blätter einsprühen, sonst verkleben auch diese und sterben ab. Marienkäfer sind natürliche Feinde der Schildläuse.

Spinnmilben

Spinnmilben an Hortensie
Fortgeschrittener Befall einer Hortensie mit Spinnmilben. (Foto: Rüsinger)

Sehr häufig an Zimmerhortensien und manchmal an geschützen Stellen zum Beispiel auf warmen Balkonen sind Spinnmilben zu finden. Die Tiere saugen den Pflanzensaft aus und schwächen so die Hortensien erheblich. Bei Befall zeigen sich silbrige Punkte auf den Blättern, später dann gelbe bis braune Flecken, die nach und nach eintrocknen. Nach einiger Zeit entdeckt man auch ein feines, oft großflächiges Gespinst an der Pflanze.

Spinnmilben mögen warme und trockene Luft, etwa direkte Heizungsluft. Abhilfe schaffen eine höhere Luftfeuchte und kühlere Temperaturen (Lüften, Besprühen). Ist der Befall mit Spinnmilben schon da, helfen Raubmilben oder rapsölhaltige Spritzmittel. Bei letzteren ist jedoch ein vorsichtiger Umgang geboten, damit nicht die kompletten Blätter der Hortensien verkleben, denn dann sterben diese auch ab.

Knospenfäule (Botrytis)

Wer seine Kübelhortensien im Winterquartier vor Frost aufstellt, sollte dringend nach gräulichem Schimmel ausschau halten. Der Botrytis-Schimmelpilz kommt überall bei uns vor und kann sich unter bestimmten Voraussetzungen im Winterquartier bestens ausbreiten. Denn er mag es feucht und kühl, aber zugluftfrei.

Es gibt Spritzmittel gegen den Pilz, doch wirklich los wird man ihn sowieso leider nicht, weil seine Sporen wie gesagt überall sind. Daher reicht es in der Regel im Privatbereich aus, kranke Pflanzenteile zu entfernen oder den Schimmel abzustreifen (mit Handschuhen) sowie die Belüftung im Winterquartier zu verbessern.

Echter Mehltau

Ein weißlich-grauer Belag unter oder auch auf den Blättern, den man abwischen kann, sind das Zeichen für einen Befall mit echtem Mehltau. Auch dies ist ein Pilz, der sich durch Luftbewegungen ausbreitet. Er kann im Zimmer wie auch im Garten auftreten. Vermeiden Sie im Zimmer schwankende Temperaturen, direkte Heizungsluft und Zugluft, um die Ausbreitung zu verhindern.

Kranke Blätter sollte man entfernen, ansonsten hilft gegen den echten Mehltau leider nur ein Fungizid.

Blattläuse

An klebrigen, deformierten Blättern erkennt man das Werk von Blattläusen. Oft finden sich auch vermehrt Ameisen, die die Blattläuse beschützen und die klebrigen Ausscheidungen fressen. Die Läuse selbst kann man auch gut erkennen.

Zum Glück sind Blattläuse gut zu behandeln. oft hilft schon ein Abspritzen mit Wasser, das Spritzen von Brennesselbrühe oder einer Kaliseifenlauge. Auch kann man die vielen natürlichen Feinde der Blattläuse fördern: Insekten, Spinnen und Vögel.

Thripse

Starker Thripsschaden an einem Hortensienlbatt. Man erkennt auch die grünen, länglichen Tiere. (Foto: Rüsinger)
Starker Thripsschaden an einem Hortensienlbatt. Man erkennt auch die grünen, länglichen Tiere. (Foto: Rüsinger)

Auch diese Tierchen saugen den Pflanzensaft aus Knospen und Blättern und erzeugen dabei silbrige Saugpunkte auf den Blättern. Die angestochenen Pflanzenteile kümmern, Blätter und Blüten gehen deformiert auf. Auch findet man womöglich braune Kotpünktchen an der Blattunterseite. Die Thripse sind länglich und damit gut von den rundlichen Blattläusen zu unterscheiden.

Leider helfen gegen Thripse neben Raubmilben und Raubwanzen nur chemische Mittel aus dem Fachhandel. Sie sind aber im Privatbereich eher selten zu finden.

Blattfleckenpilze

Blattfleckenpilz

Die Symptome sind braune Blattflecken, die eintrocknen und dann aufreißen. Der Blattfleckenpilz kann die Pflanze insbesondere dann befallen, wenn sie schlecht mit Nährstoffen versorgt ist und wenn eine hohe Luftfeuchte besteht. Hier also vorbeugen durch Düngung und Überprüfen des pH-Wertes des Bodens.

Betroffene Pflanzenteile am besten entfernen, um eine weitere Ausbreitung der Pilze zu verhindern.

Überblick der wichtigsten Arten

Asiatische Hortensienarten
Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla)
Berghortensie (Hydrangea serrata) Rauhblatthortensie (Hydrangea aspera)
Samthortensie (Hydrangea aspera subsp. sargentiana)

Amerikanische Hortensienarten
Waldhortensien (Hydrangea arborescens)
Rispenhortensien (Hydrangea paniculata)
Eichblatthortensien (Hydrangea quercifolia)